Was nährt und trägt
Märchenspaziergang mit biblischen Impulsen und Liedern
An einem der letzten lauen Sommerabende machten sich Patienten aus der Staufenburgklinik zusammen mit Interessierten aus der Umgebung auf zu einem Märchenspaziergang mit biblischen Impulsen und Liedern.
Ihr Weg führte sie durch Wald und Reben unterhalb der Kreuzebene und wurde begleitet von Märchenerzählerin Katrin Bamberg und Pastoralreferent Stephan Thüsing.
An drei Stationen holte Frau Bamberg aus ihrer Kiepe, die an die Weinlese erinnerte, jeweils einen Gegenstand hervor passend zur frei erzählten Geschichte.
Nahrung geben und genährt werden
Am Waldesrand lauschend öffnete sich imaginär plötzlich die Erde vor den Füßen der Zuhörenden und Hades, in der griechischen Mythologie der Gott der Unterwelt, zog die schöne Persephone, die Verkörperung ewiger Jugend, in sein Todesreich. Auf der Kreuzebene hörten sie die Geschichte von der irischen Fischersfrau Myra, die ihren Mann in tosender See verlor. Trotz großer Not war sie bereit, das Kind der Elfenkönigin zu nähren und bekam so auf wundersame Weise selbst Mehl und Öl ohne Ende geschenkt; Märchenmotive, die in den von Herrn Thüsing ausgesuchten Bibeltexten und Liedern wieder auftauchten.
In seinen Impulsen führte er aus, was nährt und trägt über den Tod hinaus.
Bewegung, Musik und Gemeinschaft
Er entließ die Gruppe auf ihren Weg mit einer Frage, die das Gehörte auf das eigene Leben bezog. „Sie bringen nicht nur uns in Gemeinschaft zum Laufen, sondern auch unsere Gedanken kommen in Bewegung!“ freute sich eine Frau mit Laufstöcken. „Bewegung, Musik und Gemeinschaft sind für mich wichtige Ressourcen. Alle drei habe ich heute erlebt.“ hielt sie dankbar fest.
